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Mittwoch, 29.08.2001

Noch vor dem Frühstück wird der Abflußschlauch neu fixiert und ist sogar dicht. Ich bringe die übrigen Schlauchschellen und Schraubenzieher zurück und bekomme dafür die schon in einem Brotkörbchen bereitstehenden frischen Brötchen. Nach WoMo Frühstück und Verabschiedung von den Wirtsleuten machen wir uns auf nach Blankensee, weiter nach Möllenbeck und am Rande des Naturparks Feldberger Seenlandschft nach Feldberg. Wir machen unsere Fahrräder flott und radeln um den Haussee, teils auf schmalen Waldwegen, teils auf befestigten Radwegen. Nach einer guten Stunde sind wir wieder in Feldberg.

Haussee in Feldberg
Haussee in Feldberg

Richtung Hardenbeck, von hier aus weiter auf der Märkischen Eiszeitstraße Richtung Prenzlau. Am Tollensesee nahe Neubrandenburg in Klein Nemerow legen wir den nächsten Zwischenstopp ein. In Neubrandenburg finden wir spontan im Feierabendverkehr keinen geeigneten Stellplatz und so fahren wir wieder hinaus aufs Land und wollen nach Alt-Rehse. Über eine vier Km lange Strecke, auf der keinerlei Kommunikation möglich ist (Kopfsteinpflaster der feinsten Art !! - erstaunlich über wieviele Teile ein WoMo verfügt, die Lärm verursachen können) kommen wir in dieses bildhübsche Dorf. Die Entscheidung fällt sofort - wir übernachten hier und auf dem Parkplatz an der Friedhofsmauer ist auch gleich ein

Alt-Rehse

Platz gefunden. Beim Abendessen im Landgasthaus “Rethra” erzählt uns die Wirtin ein bißchen vom Werdegang dieses wohl sehr geschichtsträchtigen Dorfes, dem “Reichsärztedorf” (Hartmannbund). Die meisten der reetgedeckten Fachwerkhäuser tragen zweiteilige Inschriften. Ein Name, wie “Haus Hamburg”, “Haus Brandenburg” etc. und das Erbauungsdatum, wie “errichtet im 3. Jahre” oder

“errichtet im 5. Jahre”, was bedeutet, daß das Haus z.B. im 3. Jahr nach der Machtübernahme Hitlers, im Jahre 1933, erbaut wurde - “im 3. Jahr” = 1935. Der Hartmannbund hat noch Jahre nach der Wiedervereinigung Anspruch auf dieses Dorf erhoben (!). Die Hausinschriften waren zu DDR Zeiten übermalt und durften erst nach der Wende wieder freigelegt werden. (Nicht nur hier) hat 1933 wohl eine neue Zeitrechnung begonnen. Neugierig geworden, haben wir uns die Dorfchronik “Alt-Rhese, Schau auf dieses Dorf” von Dr. Wolfgang Köpp gekauft.
Genug Geschichte. Hier im Landgasthaus konnten wir endlich das berühmte Würzfleisch probieren, eine Art Ragout fin mit Käse überbacken, dazu Toast (“saugudd”).

Stellplatz: Parkplatz am Friedhofseingang, direkt neben dem Dorfteich in Ortmitte von Alt-Rehse

Route: Rödlin - Thurow - Blankensee - Möllenbeck - Feldberg - Wittenhagen - Conow - Funkenhagen - Hardenbeck - Märkische Eiszeitstraße - Boitzenburg - Berkholz - Gollmitz - Landstraße nach Güstow - Bundesstraße nach Fürstenwerder - Göhren - Woldegk - B198 - Canzow - B104 - Alt Käbelich - Landstraße nach Burg Stargard - Bargensdorf - B96 - Groß Nemerow - Dorfstraße nach Klein Nemerow - Groß Nemerow - B96 - Neubrandenburg - B92 - Wulkenzin - Mallin - Dorfstraße nach Alt-Rehse

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