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Samstag, 14. 09. 2002

Trotz schlechten Wetters nehmen wir uns heute Vormittag nochmal die Altstadt von Alghero vor. Andrang herrscht nur in den Markthallen mit ihrem reichhaltigen Angebot an Obst, Gemüse und Fisch. Während des Bummels schließen die Wolken ihre Schleusen und schon bald kommt die Sonne durch. Dies gibt uns zum Abschluß der Stadtbesichtigung die Möglichkeit, auf der Aussichtsterasse des schönsten Cafés der Stadt, dem “Café Latino” (lt. Dumont Reiseführer !) eine kleine Pause einzulegen. Herrlicher Ausblick auf das Hafentreiben, zu den Buchten von Le Bombarde und Lazaretto und zum Capo Galera.
Die bei Fertilia ausgeschilderte “Area attrezzata” ist auch heute unauffindbar (wir haben schon gestern vergeblich danach Ausschau gehalten, schließlich verlieren sich die Hinweisschilder - oder wir haben sie einfach übersehen).
Entlang der Bucht von Porto Conte kommen wir zur Spitze des Capo Caccia mit steil ins Meer hinabfallenden Kalkfelsen. Am Ende der Landzunge führt eine steile Treppe mit 656 Stufen hinab zu den Neptunsgrotten. Der kleine Parkplatz der “Grotta di Nettuno” ist total überfüllt und so bleiben uns die 656 Stufen erspart, ebenso die 8 EUR / Person. Allerdings entgeht uns auch eine der schönsten Höhlen Sardiniens - aber wir kommen bestimmt mal wieder.
Nächstes Ziel: Porto Ferro. Gefällt uns aber nicht so sehr, außerdem benötigen wir dringend kühles Nass, welches hier Mangelware ist. In Palmadula werden wir dann fündig - neben dem Postgebäude (an der Hauptstrasse) befinden sich zwei funktionierende Wasserhähne, wobei einer mit Gewinde unseren Wasservorrat wieder auffüllt.
An der Strassengabelung biegen wir nach links Richtung Argentiera ab. An der Bucht von Porto Palmas rollen wir an einer “Wohnwagendeponie” vorbei und dann bergauf zum alten Bergwerkstädtchen Argentiera und den Ruinen einer ehemaligen Silberwäscherei. Hier ist dann aber Sense. Die vom Regen verschlammten Sandpisten machen den Vorstoss zum Strand der Cala dell`Argentiere für uns unmöglich. Kehrt Marsch !
Lt. WoMo-Schulz zahlreiche Stellplätze in der Bucht von Porto Palmas - wir habens nicht probiert. Über mehrere Etappen zurück (weil nirgendwo geeignete Stellplätze) zum Stagno delle Saline. Mit weißen, linsengroßen Kieselsteinchen bedeckter Strand - leider aber auch viele Algen und stinkende Tümpel. Die möglichen Stellplätze nahe der Centrale ENEL finden auch nicht unseren Gefallen. Wir fahren über die Küstenstrasse zu den weißen Sandstränden des Golfo dell`Asinara nach Marina di Sorso. Über eine der Stichstrassen kommen wir zu einem fast leeren Parkplatz - für heute genug.
Stellplatz:
Parkplatz am Dünenstrand von Marina di Sorso zwischen Km 9 und Km 3. Gaststätte mit Toiletten (?). Keine VE. Am Wochenende tagsüber gebührenpflichtig.

Sonntag, 15. 09. 2002

9 Uhr: “Cassiere” in Sicht ! Den brauchen wir nun auch nicht mehr, wir sind eh im Aufbruch. Über Sorso und Sennori tuckern wir nach Sassari zum Stadtbummel. Wir parken am Bahnhof, schlendern von Piazza zu Piazza, durch die lebendige Geschäftsstrasse Corso Vittorio Emanuele, vorbei am Duomo San Nicola. Doch die citta reißt uns nicht vom Hocker.
Beim Rausfahren aus Sassari verfransen wir uns ein bißchen, so dass wir Sassari noch mal umfahren müssen um auf die Strasse nach Osilo zu gelangen. Dafür erleben wir aber die “Scala di Giocca”, eine Serpentinenstrasse, die von Süden nach Sassari hinaufführt und schließlich finden wir auch den Abzweig nach Osilo.
Osilo liegt auf einer Bergkuppe, die Strasse windet sich bis auf 590 m.
Kurz vor dem Ort ist eine Wasserstelle und im Ort kurz vor dem Abzweig nach Sennori eine weitere. Pause !
Weiter Richtung Castelsardo mit Zwischenstopp in Sedini. Lt. Schulz gibt es hier eine kostenlose VE Station. Richtung “campo sportivo” - unser Dicker quält sich im 1. Gang die wenigstens 20 %ige Steigung durch enge Gassen hoch. (Später erfahren wir, dass man von der anderen Seite ganz bequem hochfahren kann - langweilig !). Dann das vertraute WoMo-Entsorgungsschild. Ein schön gepflasterter kleiner Platz, sauber und gut zugänglich, zwei Wasserhähne und zwei Entsorgungsschächte - WoMo was willst du mehr ! und alles kostenlos.
Natürlich wird hier ver- und entsorgt und weil`s so schön ist, bekommt das Aquamobil auch noch eine kleine Dusche. Der Platz ist durchaus auch für eine Übernachtung geeignet, dabei könnte man sich durch die Einkehr in eins der kleinen Lokale im Ort für das großzügige VE Angebot revanchieren. Wir haben es diesmal nicht gemacht, zum Dank haben wir aber den Gewindeadapter am Wasserhahn zurückgelassen (merken wir aber erst an der nächsten Zapfstelle).
Weiter Richtung Castelsardo. Die auf unserer TCI-Karte als sehenswert eingezeichnete Strecke über die SS134 und damit an dem wohl  meist fotografierten Felsklotz “L`Elfante” vorbei, bleibt uns wegen einer Strassensperrung ab Km 16 versagt. Uns bleibt nur der Umweg über Tergu und Ju Bagnu. Schon von weitem ist die
Festung von Castelsardo zu sehen. Doch weder im Hafen noch am kleinen Strand lässt sich ein Stellplatz finden - wir finden ihn am Ortsausgang Richtung Valledoria bei den Tennisplätzen. Gegenüber der “Sax-Bar” (ist schon richtig: SAX !!) hat man einen schönen Blick auf Festung, Stadt und Bucht ... Ortserkundung - Hunger und Durst stillen - müde zurück zum WoMo, der Tag ist gelaufen - denken wir, bzw. ich. In der Sax-Bar beginnt der Tag (oder die Nacht) erst jetzt. Die neuesten Hits werden rauf und runter gespielt ... Palawer .. Palawer an einem herrlichen, warmen aber schon späten Abend. Das ganze geht bis fünf Uhr morgens - nur einer hat von allem nichts mitbekommen: E. - er hat wie immer den Schlaf der WoMo-Gerechten geschnarcht !!
Stellplatz:
Castelsardo, Parkplätze am Ortsrand, keine VE, kostenlos - aber manchmal viel Palawer ...

Montag, 16. 09. 2002

Von Castelsardo geht`s auf der SS200 Richtung Santa Teresa di Gallura, vorbei an Valledoria und riesigen Artischockenfeldern. Dann biegen wir ab nach Badesi und steuern auf die Terme di Casteldoria zu. Für Autofahrer endet die Strasse an einer Schranke - allerdings mit genügend Platz zum Wenden; (WoMo-Schulz: “... ohne jede Wendemöglichkeit ...”), auch Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Der ungenutzte (mit EU Geldern finanzierte) Kur-Neubau ist bereits wieder dem Verfall geweiht. Die schlammfarbene Brühe des Coghinas lädt auch, trotz Badewannentemperatur, nicht zum Bade. Was hält uns länger hier .. ?
Über Santa Maria Coghinas erreichen wir wieder die SS200. In Valledoria werden in einem Supermarkt die Vorräte aufgefrischt - wir könnten jetzt ein paar Tage in der entlegensten Region Sardiniens überleben.
Isola Rossa ist das nächste Ziel. Die roten Felsklippen sind schon bald im strahlendblauen Meer zu sehen. Eine malerische Idylle finden wir im
Hafen von Isola Rossa. Zum Übernachten eignet sich der Strand “La Marinedda” jedoch wesentlich besser (Abzweig kurz nach dem Ortsausgang links). Außer den Bewohnern von vereinzelten Ferienhäusern sind wir die einzigen Übernachtungsgäste.
Stellplatz:
Strand
“La Marinedda” bei Isola Rossa in der Baia Trinita. Strandbar und Bootsverleih. Kostenlos. Keine VE. Wasser in Isola Rossa.

Dienstag, 17. 09. 2002

Absolut ruhig geschlafen. Wir überqueren die SS220 und halten uns Richtung Tempio Pausania. Vor Aggius folgen wir der “strada panoramica” und bestaunen das “Valle della Luna”. Am Ortseingang von Aggius stellen wir das WoMo an einem kleinen (Wasser-) Park ab und laufen ein bißchen durch den Ort. Tempio Pausania: kein womotauglicher Parkplatz (auf Anhieb) zu finden. Auf der SS392 durchstreifen wir die Wälder des Monte Limbara. Über den Passo de Limbara (676m) geht`s hinunter zum Stausee des Lago di Coghinas. Eine 350m lange Brücke (angebliche Breite 2,20m ;-)) führt, neben den Resten der alten Natursteinbrücke über den Ostausläufer des Sees, nach Oschieri. Hier ist erst mal eine Kaffe-Pause angesagt.
Über Telti kommen wir auf der Landstrasse durch die umliegenden Wälder des Korkzentrums der Gallura nach Calangianus. Meterhoch stapeln sich hier die Korkrinden in den Verarbeitungsbetrieben. Auf der SS133 durchqueren wir das Herz der Gallura und halten uns in Küstennähe Richtung
Santa Teresa di Gallura - Capo Testa. Die Strassenführung in Santa Teresa di Gallura, schachbrettartig angelegt, ist ziemlich verwirrend - überall Durchfahrtverbotsschilder für WoMo`s, auch im Sportboothafen (später sehen wir, dass dies aber nur wenige interessiert, trotz Carabinieri, die nichts unternehmen - wir sind im September auf Sardinien !!). Wir parken und nächtigen am Ortseingang auf dem großen Parkplatz beim Busbahnhof (Achtung: Donnerstags Markt !). Der Hafen ist Anlaufpunkt für Fähren von und nach Korsika.
Gemütlicher Bummel durch den Ort mit leckerem Abendessen und gutem Rotwein - basta !
Stellplatz:
Santa Teresa di Gallura, großer Parkplatz am Ortseingang neben dem Busbahnhof. Fußläufig ins Stadtzentrum, zum Hafen und zum Strand. Keine VE, kostenlos.
Stand 2003: Womos werden hier nicht mehr geduldet !

Mittwoch, 18. 09. 2002

Wir machen uns Richtung Costa Smeralda auf. Am Capo Punta Sardegna hat man eine gute Aussicht auf das Maddalena-Archipel (Parco Nazionale dell `Arcipélago de la Maddalena) mit seinen Hauptinseln Santo Stefano, Caprera, La Maddalena und Spargi, ebenso gute Aussicht am Capo d`Orso.
Nächster Stopp in
Arzachena. Leider sind wir etwas spät, wir können den Abbau des Wochenmarktes nur noch von einem Cafe aus beobachten. Vom Zentrum des kleinen Ortes führt eine breite Treppe zur Kirche Santa Maria della Neve mit herrlichem Rundumblick. Entlang des Golfo di Arzachena setzen wir unseren Weg fort und dann weiter auf der Panoramastrasse entlang der Costa Smeralda. Weder der Hauptort dieses Küstenabschnittes, Porto Cervo, noch die zahlreichen Strände bieten uns einfachen WoMo-Touris ein “normales” Plätzchen. Dies ist nicht unsere Welt. Wir begnügen uns mit der Panoramaaussicht auf zahlreiche Buchten, weiße Sandstrände und das in allen Nuancen von Blau und Grün schimmernde Meer.
Ohne weiteren Zwischenstopp ziehen wir vorbei am Golfo di Cugnano und am Golfo di Marinella. Kurz vor Golfo Aranci biegen wir auf die SS199 ab Richtung Olbia. Bei der Abfahrt Bados / Pittulongu verlassen wir die Küstenstrasse und biegen beim Wegweiser Bados (großer Stein auf der linken Seite mit Aufschrift “Bados”) links ab, fahren zwischen Ferienhäusern hindurch und kommen an eine halbkreisformige Sandbucht. Hier bietet sich ein ganz passabler Übernachtungsplatz mit wunderschönem Blick auf die Isola Tavolara und zum Capo Ceraso.
Stellplatz:
Strand von Bados. Keine VE. Kostenlos.

Donnerstag, 19. 09. 2002

Wir verlassen den Strand, tuckern zur Küstenstraße zurück, die uns an Olbia vorbeiführt, zur SS125, der Strada Statale Orientale Sarda. Am Capo Coda Cavallo (Pferdeschwanzkap) entdecken wir leider nur einen mit einer Höhenschranke verzierten Parkplatz, einen Campingplatz und viele Ferienbungalows. Zurück zur SS125 weiter Richtung Süden. Nächster Abstecher: Marina di Iu Impostu. Die Bucht ist sehr schön, das Ufer ziemlich flach, aber es tummeln sich für unseren Geschmack zuviel Badegäste am Strand. Mal sehen, was die Küste der Baronia noch zu bieten hat. Doch auch San Teodoro bietet WoMo-Urlaubern außer zwei Campingplätzen keinen Stellplatz mit Meerblick. Wir nutzen aber die Entsorgung im ausgeschilderten Klärwerk (VE 5 EUR), doch verzichten wir auf Frischwasser. Dies wollen wir an einer nahegelegenen Quelle nachholen, lt. WoMo-Schulz “... beste Quelle der Region...”. In Budditogliu finden wir auch schnell die Quelle. Von ehemals acht Wasserzapfstellen sind sieben Wasserhähne demoniert - aber einer soll uns reichen. Aber: niente - nada - nix!!! Kein Tropfen bestes Quellwasser. Zum Glück sind wir wassermäßig noch nicht ganz abgebrannt. Nun machen wir uns auf die Suche nach dem feinen Sandstrand von Agrustos. Allerdings verpassen wir irgendwie (keiner hats gemerkt) den Abzweig zum “Hotel Agrustos” und somit auch den Badestrand. Über Ottiolu kommen wir wieder zurück nach San Teodoro und somit auf die SS131. Bei Budoni wechseln wir auf die SS125. Kurz vor Posada biegen wir zwischen Km 271,3 und 271,2 links ab und rollen Richtung Posadamündung bis zu einem ausgedehnten Pinienwald. Schatten. Stellplätze en masse. Wir gesellen uns in gebührendem Abstand zu den WoMo-Kollegen.
Siesta bis zum Abwinken. Einzige Unterbrechung: mangiare e bere.
Stellplatz:
Strand bei Posada, an der Posadamündung. Schattig. Kostenlos. Keine VE.

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Capo Caccia
Capo Caccia
Sorso
Sennori
Osilo - oder so ...
Ausblick von Osilo auf das Umland von Sassari
Castelsardo
Castelsardo
Castelsardo
Terme di Casteldoria
Terme di Casteldoria
Isola Rossa
Hafen von Isola Rossa
La Marinedda bei Isola Rossa
Valle della Luna (1)
Valle della Luna (2)
Lago di Coghinas - Brücke 2,20 m breit lt. Beschilderung !!
Santa Teresa di Gallura
Santa Teresa di Gallura
Arzachena
Costa Smeralda
Stellplatz in Bados mit Blick auf Isola Tavolara
Golfo di Olbia
Marina di Iu Impostu
Stellplatz bei Posada
Blick vom Stellplatz auf Posada