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Im Vorfeld: |
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Samstag, 09.12.2000 Unsere Entscheidung ist endgültig gefallen, ab heute heißt es “italienisch lernen” - denn wir werden im März 2001 eine Rundreise mit dem
Wohnmobil durch die Toskana starten. Diesmal mieten wir einen Hymer Swing 544 - Luxusklasse für zwei Personen vom Platzangebot her und zu dieser Reisezeit supergünstig. Noch 14 lange Wochen bis zur Abreise, aber es gibt ja
genug zu tun. Neben dem Beschaffen und Lesen der notwendigen Reiseführer ... bietet uns “Onkel ALDI” auch noch einen interaktiven Fremdsprachentrainer auf CD-ROM für italienisch an. Gekauft - installiert - geübt. |
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Donnerstag, 15.03.2001 |
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Wir beginnen die Toskanareise mit einem Fondueessen in Sessenheim (Elsass) im Restaurant “Auberge au Boeuf” - das WoMo direkt beim Feuerwehrgerätehaus abgestellt, ein ruhiger Stellplatz in 100m Entfernung vom Restaurant. |
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Freitag, 16.03.2001 |
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Samstag, 17.03.2001 |
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Hier können wir den ersten Blick auf`s Meer werfen, fahren weiter entlang der Via Aurelia (SS1) bis Génova, immer an der Küste entlang. Die Fahrt durch Génova dauert 40 Minuten, ohne dass wir dieser Stadt etwas Schönes abgewinnen können. Richtung La Spezia erreichen wir Monéglia im Gebiet der Cinque Terre, finden auf Anhieb aber keinen geeigneten Stellplatz und wollen es deshalb in Sestri versuchen - 10 Km der Küste entlang zurück. Geduldig warten wir in einer Autoschlange ca 10 Minuten vor einer Ampel. Dann des Rätsels Lösung für die lange Wartezeit (der tatsächliche Rythmus ist noch viel länger): Die ganze Strecke ist eine einspurige, unbeleuchtete Tunnelstraße mit ganz kleinen Unterbrechungen. Kein schönes Fahrgefühl (beim ersten Mal). Aber es geht auch gleich wieder zurück, da Sestri stellplatzmäßig auch nichts zu bieten hat. Also lassen wir uns in Monéglia an einem Bach unter einer Eisenbahnbrücke nieder. Ein Traum-Stellplatz !! :-) Das eigentlich geplante Essen beschränkt sich auf ein Panini (Brötchen) und eine Foccacine (kleines Fladenbrot), beides mit Prosciutto (gekochter Schinken), einmal kalt und einmal warm. Mehr gab`s in dieser Pizzeria nicht. In einer Bar nehmen wir noch einen Cappuccino und den ersten Caffe corretto. Das war der erste Italientag ! |
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Sonntag, 18.03.2001 |
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Anmerkung: |
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Palawer wie auf einem Bahnhof, aber es ist trotzdem gemütlich und das Essen und der Rosso Montepulciano sind ausgezeichnet (Pizza ist eben doch nicht gleich Pizza). Dann gehts hemm, der Tag ist gelaufen. Buona notte. |
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Montag, 19.03.2001 |
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Es scheint ein schöner Tag zu werden und wir wollen deshalb am Meer bleiben und das Küstengebiet der Maremma Pisana unter die Lupe nehmen. Wir kommen durch den Torbogen der Burg Gheradesca in das mittelalterliche Weindorf Bolgheri, das inmitten von Olivenhainen und Weinfeldern liegt. |
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schließlich den ehemaligen Etruskerhafen Populonia. Auf dem (noch gebührenfreien) Parkplatz am archäologischen Park legen wir die nächste Pause ein. Ein Spaziergang am Sandstrand bietet einen herrlichen Blick über den Golf von Baratti. Richtung Süden, davon 8 Km lang durch einen schönen Pinienwald, kommen wir nach Marina di Grosetto. Hier gedenken wir unser Nachtlager auf dem Stellplatz “Tre Stelle” aufzuschlagen, nur durch Dünen vom Strand getrennt. Dem Platz können wir (zu dieser Jahreszeit) aber nichts Berauschendes abgewinnen. Weiter geht es durch den Parco Naturale della Maremma, verlassen bei Albinia die Via Aurélia Etrusca, um über eine schmale Landzunge zu dem auf einem Wall liegenden Ort Orbetello, inmitten der Laguna di Orbetello, zu fahren. Diese Lagunenstadt bietet Reisemobilisten gleich mehrere Standplätze mit Meerblick (zumindest außerhalb der Saison) und einen davon, direkt an der Befestigungsmauer am Ortseingang (von der Halbinsel kommend) nehmen wir dann auch gleich in Beschlag. Es folgt ein (Einkaufs-) Bummel durch den Ort, gefolgt von einem WoMo-Abendessen mit allem was so dazugehört. |
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Dienstag, 20.03.2001 |
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Schon früh kreischen die Möwen und bald dringt auch die Morgensonne durch die Dachluke unserer mobilen Behausung. Heute steht die Erkundung der Halbinsel auf dem Plan. Von Orbetello aus erreichen wir in wenigen Minuten den alten Fischerort Porto Santo Stefano, parken den Dicken am Friedhof und erkunden diesen angeblich so mondänen (aber sicher nur zur Urlaubszeit) Urlaubsort zu Fuß, einschließlich den gerade stattfindenden Markt. Erich ersteht hier eine vergleichsweise sehr teure Käsemühle aus Stahl (die aber unterwegs und mittlerweile zuhause ihr Geld wert ist !). Nun gehts zu einer Rundfahrt auf dem ausgeschilderten Panoramaweg. Wieder am Ausgangspunkt angekommen nehmen wir Kurs auf den kleineren Hafenort Porto Ércole. Wir fahren ins Dorf, verpassen aber den Abzweig zum “Porto”. Nach geglücktem Wendemanöver etwas weiter verwehrt uns ein Motorradpolizist allerdings die Zufahrt zum Ort. Also nochmal wenden und immer der Nase lang weiterfahren. Es kommt zu einer abenteuerlichen, aber auch sehr sehenswerten Inselrundfahrt. |
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Nicht auszudenken, was bei Gegenverkehr auf dieser etwa 5 Km langen Strecke gewesen wäre. Dafür aber herrliche Ausblicke auf die Felsküste. Schließlich landen wir wieder in Santo Stefano. Genug vom sightseeing kehren wir zurück nach Orbetello und stellen uns diesmal direkt zu der im Wasser stehenden Windmühle. [Natürlich müsste hier jetzt ein Foto sein, aber Saarländer und Fotoapparate scheinen ein Kapitel für sich zu sein. Ein ganzer Film ist nichts geworden - weil nicht richtig eingelegt. Zum Glück habe ich mit meiner Kamera das Wichtigste gerettet !] Jetzt ist erstmal Siesta angesagt, dann Bummeln und Abendessen. Leider müssen wir dafür den Regenschirm in Anspruch nehmen. Ess reent ! In der Osteria “Il Nocchino” genießen wir ein Fischmenue (jeder für sich) und dann ist Feierabend. |
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Mittwoch, 21.03.2001 |
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Nun geht`s ins Hinterland der Toskana. Zunächst zurück auf`s Festland, steuern wir dann über Monciano die Therme von Saturnia an. Bei den natürlichen Wasserfällen mit schwefelhaltigem, körpertemperaturwarmen Thermalwasser steigt Erich sogleich in die Tuffsteinwannen und nimmt ein ausgiebiges Bad. Zu dieser Zeit wird das Parken bei den Ruinen des alten Badehauses, der nun doch schon recht zahlreich anwesenden WoMos, wohl geduldet. Die Besatzung eines Carabinieri-Streifenwagens unterhält sich angeregt mit italienischen WoMo-Reisenden, die reichlich vorhandenen Halteverbotsschilder (auch speziell für WoMos) scheinen nicht zu existieren. Zum Ver- und Entsorgen müssen wir jedoch den etwas oberhalb gelegenen Camperplatz aufsuchen. Nach Dusche und Frühstück auf dem (fast leeren) sportplatzgroßen Parkplatz fahren wir ein paar Meter runter zur Entsorgungsstation. Wie aus dem Nichts taucht sofort ein “Offizieller” auf und kassiert 15.000 Lire - übrigends das einzige Mal auf unserer Tour. Wir trösten uns damit, einen guten Beitrag zur Sanierung der Gemeindekasse geleistet zu haben. Die kurvenreiche und ansteigende Strecke führt uns nun Richtung Arcidosso. Angesichts des immer dichter werdenden Nebels verzichten wir auf die Tour zum Monte Amiata, ein erloschener Vulkan und mit 1738 m der höchste Berg der Toskana. Nächster Stop und wieder heraus aus dem Nebel ist in Castiglione d`Orcia, dann Pienza. Hier machen wir einen Streifzug durch die Altstadtgassen. Wir erstehen verschiedene Sorten des für diese Gegend typischen Pecorino (Schafskäse - je älter umso besser). In einer winzigen Weinstube machen wir Rast bei Bruschetta und Crostini - alles sehr lecker. Weiter durch die schöne Hügellandschaft des Val d`Orcia erreichen wir Montepulciano, berühmt für den “Vino Nobile”. Wir steuern gleich den leicht zu findenden Parkplatz P5 mit kostenloser Ver- und Entsorgung an. Da aber donnerstags Markttag ist, der ganze Platz dann gesperrt ist, wir aber eben diesen Markt besuchen wollen und nicht um 6 Uhr morgens auf neue Parkplatzsuche gehen wollen, studieren wir an einer Tafel am Busbahnhof den Stadtplan mit Parkmöglichkeiten. Hier spricht uns ein Holländer an und erklärt uns, wo wir beschaulich und sicher nächtigen können. Etwas oberhalb von Schule und Sportzentrum gibt es einen kleinen Platz, umgeben von Pinien und Kiefern, nur wenige Meter vom Marktplatz gelegen. Er selbst (der Holländer) steht hier in einem alten Mercedes-Camper schon seit einem Jahr und ist hier wohl heimisch geworden: “das Herz der Toskana ist Montepulciano”. Wie wir erfahren, hat big brother den Platz per Kamera im Visier - beruhigend aber auch ... Wir haben hier jedenfalls supergut gestanden. Für unser Abendessen haben wir uns schon beim Nachmittagsbummel ein Lokal ausgesucht, das Ristorante “Il Cantuccio”. Teuer aber gudd ! |
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Donnerstag, 22.03.2001 |
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auch außerhalb des Ortes nicht - oder wir haben sie einfach nicht gefunden !? Etwa 2 Km hinter Chiusi befinden wir uns dann in Umbrien und nur ein paar Kilometer weiter erreichen wir Castiglione amTrasimenischen See, dem viertgrößten See Italiens. |
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Wir checken die reichlich vorhandenen Parkplätze und entscheiden uns für den Olivenhain unterhalb der Altstadtmauer und ca 100 Meter vom Schiffsanlegeplatz entfernt. Castiglione liegt auf einer Landzunge am westlichen Ufer des Lago di Trasimeno und besitzt eine zinnengekrönte Festung, die Rocca del Leone, und eine kleine reizvolle Altstadt mit schmalen Gassen und mächtigen Stadttoren.
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Freitag, 23.03.2001 |
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das uns in wenigen Minuten zur denkmalgeschützten Insel schippert. Vom Schiffsanleger kommen wir auf die breite Dorfstraße des einzigen Ortes, die dann in einen Pfad übergeht und uns rund um die Insel führt. Die Insel scheint ein Paradies für Fasane und Hasen zu sein - es wimmelt nur so. Einheimische begegnen uns nur im Dorf - angeblich ein Fischerdorf - aber das war es wohl früher mal. Es scheint heute lediglich für den Tourismus instandgehalten zu werden. Bis das nächste Fährboot kommt dauert es noch hin und so ist siesta vor einer Bar im Sonnenschein angesagt. Während wir am Anleger auf unseren Dampfer warten, dürfen wir den Dreharbeiten zu einem Film über die Insel zusehen, der Regiesseur scheucht uns aber freundlich beiseite, er will uns partout nicht auf dem Film haben. Wieder zurück am Festland treibt uns der Hunger nach Cortona. Unschwer finden wir einen Parkplatz und starten zu einem Rundgang durch die auf 495 m Höhe liegende Altstadt. Wir lassen uns in einer gemütlichen Pizzeria nieder, es gibt Insalata mista, Spaghetti carbonara (natürlich für Erich) und Gnocchi con gamberetti e pesto und dazu natürlich Vino Rosso. Nach einem Verdauungsspaziergang über den Piazza della Republica mit dem Palazzo Communale und durch enge und steile Gassen kommen wir wieder zu unserem WoMo. Auf geht`s nach Arezzo, im Tal zwischen Arno und Tiber gelegen. Hier erleben wir Stadtleben pur: ein Mordsverkehr (natürlich mit italienischem Fahrstil), tausend Schilder (nur nicht die, nach denen man gerade sucht). Nur sehr schwierig finden wir den in unserem Tourenbuch beschriebenen Parkplatz (wir haben kein einziges Hinweisschild entdeckt) am Fuße der Stadtmauer unterhalb des Domes (gebührenfrei aber keine Ver- und Entsorgung). Und was wäre Bella Italia ohne seine Schilder - auch hier auf dem Parkplatz sind jede Menge davon plaziert, der Platz ist morgen von 8:00 bis 17:00 Uhr gesperrt. Warum ?? |
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Bei Cappucchino, kühlem Bier und herrlichem Sonnenschein pausieren wir unter den Arkaden des Palazzo delle Logge, ringsherum mittelalterliche Turmhäuser. Allerdings herrschen hier auch Großstadtpreise: das Bier 10.000 L und der Cappucchino 5.000 L (sonst 2.000 - 3.000, in Orbetello sogar nur 1.800 L). Aber das Ambiente ist wunderschön, auch wenn der livrierte Cameriere etwas blasiert erscheint, eben großstadtmäßig und wahrscheinlich auch prominenzgewohnt. Dieser Platz ist aber auch das Einzige was uns gut gefällt, ansonsten hält uns hier nur die Tatsache, daß morgen hier auf dem Platz Markttag ist. |
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Samstag, 24.03.2001 |
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Sieben Uhr, auf dem Parkplatz tut sich nichts. Nach Frühstück und Morgentoilette, es ist 9 Uhr, regt sich immer noch nichts auf dem Platz. Unsicher, was wir tun sollen, parken wir das WoMo am Straßenrand und erklimmen den Hügel. Doch auf der Piazza Grande ist von Marktleben weit und breit nichts zu sehen ! Schade, wo wir doch gerade wegen des Marktes hierher gekommen sind. Schnurstracks laufen wir wieder zum Auto und ab geht`s zu einer Rundfahrt durch das Naturschutzgebiet der Monte Falterona Campigna. Wir durchfahren die Orte Bibbiena und Poppi, beide am Oberlauf des Arno im Casentino gelegen. In Pratovécchio nehmen wir lediglich die Entsorgungsstation in Anspruch (mit “Area attrezzata” ausgeschildert). Eine schmale Straße führt in die bewaldeten Höhenzüge der Falterona, hinauf zum Eremo di Camaldoni (1104 m), dann ist der Weg zum Passo Fangacci (1449 m) aus unerfindlichen Gründen gesperrt. Auf Umwegen, aber entlang einer reizvollen Strecke durch dichten Nadelwald kommen wir über den Passo di Mandrioli (1173 m) in Richtung Bagno di Romagna. Wir folgen der Superstrada bis Sansepolcro im oberen Tibertal, auch Valtipernia genannt. Mit ausgestreckten Beinen genießen wir für den heutigen Tag die Sonne, es sind wenigstens 25 °C. (Ausgeschilderter, gebührenfreier Stellplatz mit Ver- und Entsorgung an der Stadtmauer). Ein Bummel durch die Altstadt von Sansepolcro lohnt sich auf jeden Fall. |
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Sonntag, 25.03.2001 |
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Viva il mare - wir kommen. Schnurstracks lenken wir unseren Camper Richtung Adriaküste, zuerst einmal die Serpentinenstraße hinauf nach Bocca Trabária. Hier befindet sich die Grenze zu den Marken, das Gebiet zwischen Adria und Apennin. Wir erreichen Urbino, Heimatort des Malers Raffael. |
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der Suche nach einem Stellplatz stehen wir plötzlich vor einer Unterführung: 3 m, unser WoMo ist mit 3,10 m angegeben ! Augen zu und durch oder im dicksten Verkehr zurücksetzen ? Ein hilfsbereiter Italiener nimmt uns die Entscheidung ab: mit Händen und Füßen und lautem Palawer dirigiert er uns durch die Unterführung - 3 m sind eben nicht gleich 3 m. Alle Parkplätze hier sind mit einer Schranke (2 m) versehen, so benutzen wir einfach einen großen, leeren Hotelparkplatz. Von der Terasse einer Bar schauen wir uns ein hier stattfindendes Motorradrennen an. Später, die Uferstraße ist wieder für den Verkehr freigegeben, suchen wir uns einen Stellplatz in Strandnähe. |
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Montag, 26.03.2001 |
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Nach dem Frühstück mit Meerblick kurven wir durch Riccione, Pésaro und Fano. In Marotta frischen wir unsere Vorräte in einem Supermarkt auf und dann an einem ruhigen Strand ein zweites Frühstück. Allerdings will heute die Sonne nicht so richtig durchkommen und somit ist es etwas kühl. So nehmen wir die geplante Fahrt nach Mondávio etwas früher in Angriff. In dem historischen Örtchen, das auf einem |
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gefachsimpelt und ruckzuck ist die Zeit vergangen - Zeit fürs Abendessen. Bei “Al Gambino” nehmen wir ein ganz passables Touristenmenue zu uns: Spaghetti bzw. Ravioli, Tomatensalat und Gemüse, gegrilltes Fleisch, 1 l Rotwein, zwei Caffé und zwei Grappa - alles für 60.000 L. Die Nacht verläuft im Tiefschlaf. |
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Dienstag, 27.03.2001 |
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aber nur bis zur Abfahrt Acqualagna. Von hier aus wollen wir die kleine Landstraße durch die Furlo-Schlucht befahren. Wir verfahren uns aber total und befinden uns urplötzlich in Fermignano, westlich der angesteuerten Schlucht (dank der grandiosen Beschilderung). Wir fahren Richtung Fossombrone und schaffen es schließlich, durch die Gola de Furlo zu fahren. An einer Stelle müssen wir hupend durch einen gebogenen, einspurigen Tunnel - die Ampelanlage war ausgefallen. Die etwa 5 Km lange Strecke bietet für WoMos kaum Haltemöglichkeit und so war das Vergnügen schnell vorbei. Zurück führt uns die Superstrada durch einen 3391 m langen Tunnel. In Fossombrone, im Tal des Metauro gelegen, steuern wir den für Camper ausgewiesenen Parkplatz an (gebührenfrei, Wasser und Bodeneinlass vorhanden), nehmen eine kurze WoMo-Zwischenmahlzeit zu uns, fahren dann aber angesichts der Tatsache, dass es regnet (es schüttet) wieder an die Adria nach Fano. Vergeblich suchen wir nach dem öffentlichen Parkplatz an der Via Kennedy - angeblich leicht zu finden. Wir fahren wieder aus der Stadt raus Richtung Rimini. In Gradara ist dann für |
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Was wohl, Spa... ! Ganz nebenbei haben wir heute bemerkt, daß inzwischen die Sommerzeit gilt - hat uns aber auch niemand gesagt ! |
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Mittwoch, 28.03.2001 |
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Langsam aber sicher heißt es nun, uns auf den Rückweg zu machen. Die erste Etappe Richtung Heimat soll uns an den Gardasee bringen. Die Sonne gibt heute morgen wieder ihr Bestes, scheint ein schöner Tag zu werden. Auf der Superstrada gehts zunächst nach Cesena, wo wir einen Stadtbummel eingeplant haben. |
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Aber wir müssen weiter. Doch das Verlassen des Parkplatzes stellt uns vor ein Problem. Erich hat sich mit dem WoMo bereits vor die Schranke gestellt und ich versuche dem Automaten die Chipkarte schmackhaft zu machen. Der will sie aber partout nicht, also werden alle Knöpfe gedrückt, dabei wohl auch eine Ruftaste. Sogleich ertönt eine Männerstimme - ich: “non capisco” und alle weiteren Versuche misslingen. Eine rausfahrende Autofahrerin kann sich noch zwischen das WoMo und den Automaten zwängen und, nach ebenfalls einigen Problemen öffnet sich die Schranke. Erich fackelt nicht lange und fährt einfach mit hinaus. Die Stimme aus dem Automaten schwillt zur Sirene an, sicherlich beobachtet der gute Mann alles über Video. Aber was soll man machen, ich habe nichts verstanden - zudem haben wir kein schlechtes Gewissen, wir haben schließlich 10.000 L bezahlt. Je nördlicher wir kommen, um so trüber wird das Wetter, schließlich erreichen wir die Regenfront. Von Verona aus geht es Richtung Milano bis zur Abfahrt Peschiera di Garda. Wir fahren am Lago di Garda entlang bis nach Garda. Hier ist nichts mehr “typisch italienisch”, im Lokal wird man schon mit “Guten Abend” begrüßt ... Allerdings ist die Landschaft trotz schlechtem Wetter sehr reizvoll. |
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Donnerstag, 29.03.2001 |
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eine ziemlich exclusive Einkaufsmeile aber irgendwie mit Charme - und wie im Saarland gibts “Würschtelbuden”. Den Bummel haben wir halbtrocken überstanden und jetzt am Abend schüttet es wieder. Zum Essen flitzen wir jetzt nur über den Parkplatz zu “Beatrice”, eine Familienpizzeria - Mutter und ihre beiden Töchter kümmern sich rührend um die Gäste, so ist auch der Andrang, ein stetes Kommen und Gehen. Uns hat es auch sehr gut geschmeckt ! |
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Freitag, 30.03.2001 |
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Steter Regen bereitet uns in der Nacht ein kleines WoMo-Dach-Konzert. Schon sehr früh wird es um uns herum unruhig. Auf einem abgesperrten Teil des Platzes findet heute Markt statt.
Da wir aber noch eine weite Strecke vor uns haben und die Himmelsschleusen immer noch geöffnet sind, verlassen wir kurz nach sieben den Platz Richtung Heimat. Über die Brennerautobahn, im Gipfelbereich mit kräftigem Schneefall,
kommen wir dennoch ohne Staus ganz gut voran. Um 18:00 Uhr sind wir zuhause. |
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